Nachdem in Foren, bei Facebook und auf Veranstaltungen immer wieder die richtige zeitliche Abgrenzung der einzelnen Rüstungen diskutiert wird, habe ich begonnen etwas intensiver nachzuforschen.
Angeregt durch ein Detail auf einem Gemälde von Jan van Eyck ( Genter Altar) haben wir recht intensiv diskutiert ob es Hentzen schon Anfang des 15ten Jahrh. gab oder ob sie erst später, gegen Mitte des 15ten Jahrhunderts, aufkamen.
Nachdem ich zunächst eine Datierung auf 1425 gefunden habe, die genau in unserem Zeitrahmen liegen würde, habe ich jetzt gelernt, das der Altar erst 1432 (1) fertig gestellt wurde. Bisher konnte niemand eine schlüssige Erklärung liefern, wie zu diesem Zeitpunkt ein Maler Rüstungsteile malen konnte die es angeblich zu der Zeit noch nicht gegeben hat. Nun ist das Werk leider immer noch 2 Jahre nach dem von uns festgelegten Zeitrahmen entstanden. Wir nehmen wir es mal gaaaaaaanz genau und recherchieren weiter.
Also weiter recherchiert, um die Theorie des früheren Auftretens zu festigen.
... und siehe da - Trommelwirbel - es gibt noch mehr:
In der Dauerausstellung des deutschen Historischen Museums bin ich fündig geworden.
Auch Online als Foto einsehbar, gibt es eine Henze, die sogar noch früher (1420/30) datiert ist. Auf Nachfrage wurde diese Datierung vom Museum noch mal bestätigt. Sie wurde vom wissenschaftlichen Raumautor sogar noch auf "um 1425" konkretisiert.
Sie entspricht in etwa der auf dem o.g. Bild (links).
Anmerkung: Leider kann ich das Bild hier Aufgrund der sehr strengen Copyright Bestimmungen des
deutschen historischen Museums nicht posten. Der Link führt Euch aber direkt zum Foto.
Nächste Schritte:
Ich habe einen Verweis für weitere Hinweise auf "Quaas, Gerhard: Katalog Eisenkleider, 1992".
Vielleicht hat ja jemand das Buch im Zugriff und kann mir helfen? Ansonsten werd ich die Tage
mal in der Bibliothek schauen .... und danach hier berichten
Anmerkungen:
1.) Aus: An interdisciplinary research project to assess the structural condition of the Ghent Altarpiece
Final project report, October 9, 2011
Prof.Anne van Grevenstein, University of Amsterdam
Prof. Ron Spronk, Queen’s University,Kingston
Radboud University, Nijmegen
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